Wie ein Hotel aus Tirol seine Direktbuchungen steigert, obwohl Gäste es über Plattformen finden.
Ein Ferienhotel aus Tirol zahlte für die meisten Buchungen Provision an eine Plattform, auch für Gäste, die schon nach dem Hotelnamen gesucht hatten. Wir haben zuerst diese Suchen nach dem Namen mit eigenen Anzeigen abgesichert und den eigenen Preis über Hotelanzeigen direkt neben den Plattformpreis gestellt. In der Wintersaison danach liefen 52 Prozent aller Buchungen direkt, in der Saison davor 41 Prozent.
Hotellerie, Ferienhotel, 20 bis 60 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand Juli 2025
Anteil der Direktbuchungen an allen Buchungen, über Website, Telefon und E-Mail, Vorsaison 41 %
Stand Juli 2025, Quelle: Hotelsoftware und Buchungsmaschine, Buchungen nach Kanal, Wintersaisonen jeweils Dezember bis April
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Hotellerie mit eigener Buchungsmaschine, z. B. Ferienhotels, Stadthotels, Pensionen und Apartmenthäuser
Unternehmensgröße
10 bis 100 Mitarbeiter
Ausgangslage
Ein Großteil der Buchungen läuft über Plattformen, auch von Gästen, die das Hotel schon kennen
So war die Ausgangslage.
Das Hotel hatte eine eigene Buchungsmaschine, die meisten Gäste buchten aber über eine Buchungsplattform. Bei Suchen nach dem Hotelnamen standen Anzeigen von Plattformen vor der eigenen Website. Auf der Website war der Buchungsweg mehrere Klicks entfernt, und Vorteile einer Direktbuchung wurden nirgends genannt. Die Messung endete beim Wechsel in die Buchungsmaschine, abgeschlossene Buchungen waren in Google Ads nicht sichtbar.
Das haben wir gemacht.
Der Einstieg waren Gäste, die das Hotel schon kennen: bei Suchen nach dem Namen und im Preisvergleich der Hotelsuche bei Google. Allgemeine Suchen wie „wellnesshotel tirol“ kamen bewusst zuletzt, weil dort eine Buchung ein Vielfaches an Werbung kostet.
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Suchen nach dem Hotelnamen absichern
Eine eigene Kampagne auf den Hotelnamen sorgt dafür, dass die eigene Website bei diesen Suchen über den Anzeigen der Plattformen erscheint. Die Anzeigen nennen, was Gäste nur bei direkter Buchung bekommen.
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Hotelanzeigen und Buchungslinks anbinden
Über den Anbieter der Buchungsmaschine erscheinen Preise und Verfügbarkeit jetzt in der Hotelsuche bei Google, als kostenloser Buchungslink und in bezahlten Hotelanzeigen. In den ersten Wochen zeigten die Hotelanzeigen einen höheren Preis als die Plattform, weil die Aufenthaltsabgabe unterschiedlich ausgewiesen war.
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Bestpreis klar zeigen
Auf der Website steht sichtbar, dass Gäste direkt den besten Preis und zusätzliche Leistungen bekommen, und der Buchungsweg startet auf der Startseite. Dass das trotz Plattformvertrag geht, hat das Hotel vorab rechtlich bestätigen lassen: Klauseln zur Preisgleichheit sind in Österreich seit 2016 unzulässig.
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Buchungen bis zum Abschluss messen
Die Buchungsmaschine meldet abgeschlossene Buchungen samt Umsatz an Google Ads und Google Analytics, auch über den Wechsel von der Website in die Buchungsmaschine hinweg (domainübergreifende Messung). So sehen wir, welche Kampagne Buchungen bringt und nicht nur Klicks.
Das ist dabei herausgekommen.
Anteil der Direktbuchungen an allen Buchungen, über Website, Telefon und E-Mail, Vorsaison 41 %
Stand Juli 2025, Quelle: Hotelsoftware und Buchungsmaschine, Buchungen nach Kanal, Wintersaisonen jeweils Dezember bis April
Werbekosten pro Buchung über die eigene Website, Vorsaison 83 €
Stand Juli 2025, Quelle: Google-Ads-Konto und Buchungsmaschine, Werbekosten Oktober bis März geteilt durch alle Buchungen über die eigene Website in der Saison
Gemessen an der Provision rechnet sich der Umbau: Eine Website-Buchung kostete zuletzt 47 Euro Werbung, die Plattform verlangte im Schnitt 207 Euro. In der Saison davor waren es noch 83 Euro je Website-Buchung. Das Monatsbudget in der Buchungsphase stieg dabei von 1.640 auf 1.890 Euro. Der Zuwachs kam fast ganz über die Website, Telefon und E-Mail blieben gleich; welche der Maßnahmen dort mehr bewirkt hat, lässt sich nicht trennen. Die Plattform bleibt trotzdem wichtig, weil dort viele Gäste das Hotel überhaupt erst entdecken.
Das lässt sich mitnehmen.
Die günstigste Direktbuchung kommt von Gästen, die das Hotel schon suchen. Wer bei der eigenen Marke nicht oben steht und dort keinen Grund zur Direktbuchung nennt, überlässt genau diese Gäste der Plattform.
Was das für Ihre Branche heißt.
In der Hotellerie fällt die Entscheidung über den Buchungsweg oft ganz am Ende. Gäste entdecken ein Hotel über Plattformen oder Suchen wie „wellnesshotel tirol“ oder „familienhotel mit hallenbad“ und suchen dann nach dem Hotelnamen, oft zusammen mit „buchen“ oder „angebot“. Wer bei dieser Suche nicht oben steht, verliert die Buchung an die Plattform, obwohl der Gast das Hotel schon kennt.
Für den Winter buchen viele Gäste schon im Herbst, für den Sommer ab dem Frühjahr, und vor Feiertagen und Ferien wird auch kurzfristig gebucht. In diesen Wochen sollte das Budget für Suchen nach dem Hotelnamen und für Hotelanzeigen nie ausgehen.
Häufige Fehler sind ein Buchungsweg mit zu vielen Klicks und eine Messung, die beim Wechsel in die Buchungsmaschine abbricht. Oft verschweigt die Website außerdem den günstigeren Direktpreis, obwohl Hotels in Österreich auf der eigenen Website günstiger anbieten dürfen als auf Plattformen.
Wie steigert ein Hotel die Direktbuchungen über die eigene Website?
Ein Hotel steigert seine Direktbuchungen am schnellsten bei Gästen, die schon nach seinem Namen suchen: mit einer eigenen Anzeige auf den Hotelnamen, einem kurzen Buchungsweg und sichtbaren Vorteilen bei direkter Buchung. In Österreich darf der Preis auf der eigenen Website dabei niedriger sein als auf Plattformen, Klauseln zur Preisgleichheit sind seit 2016 unzulässig. Google Hotelanzeigen und kostenlose Buchungslinks stellen den eigenen Preis zusätzlich in die Hotelsuche bei Google.
Sollte ein Hotel bei Google auf den eigenen Namen bieten?
Ja, ein Hotel sollte bei Google in der Regel auf den eigenen Namen bieten, weil sonst Anzeigen von Buchungsplattformen vor der eigenen Website stehen können. Ein Klick auf den eigenen Namen kostet meist nur 0,30 bis 0,80 Euro und führt Gäste direkt in die eigene Buchungsmaschine. Die Anzeige sollte nennen, was eine direkte Buchung zusätzlich bietet.
Was bringen Google Hotelanzeigen und kostenlose Buchungslinks einem Hotel?
Google Hotelanzeigen und kostenlose Buchungslinks zeigen Preis und Verfügbarkeit eines Hotels direkt in der Hotelsuche und auf Google Maps, neben den Angeboten der Buchungsplattformen. Kostenlose Buchungslinks kosten nichts pro Klick, Hotelanzeigen sind bezahlt und lassen sich gezielt steuern. Für beides braucht das Hotel eine Anbindung über die Buchungsmaschine oder einen Partner von Google.


