Wie eine Agentur für 24-Stunden-Betreuung aus Linz in Google Ads die Kosten pro Anfrage senkt.
Jedes Jahr zahlte eine Agentur für 24-Stunden-Betreuung aus Linz bei Google mehr pro Klick, ohne dass mehr Familien anfragten. Geändert haben wir nicht das Gebot, sondern nur, wofür das Budget ausgegeben wird: keine Jobsuchen von Betreuungskräften mehr, Anrufe nur zu Bürozeiten. In den sechs Monaten danach kostete eine Betreuungsanfrage 76 Euro, vorher 128 Euro, obwohl die Klicks weiter teurer wurden.
Vermittlung von 24-Stunden-Betreuung, 5 bis 15 Mitarbeiter im Büro, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand August 2026
Kosten pro Betreuungsanfrage (Anruf ab 60 Sekunden oder Formular), vorher 128 €
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversions Anruf ab 60 Sekunden und Rückrufformular; Vorher-Werte aus dem Anrufbericht mit derselben Mindestdauer nachgerechnet
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Pflege und Betreuung mit Anfragen von Angehörigen, z. B. Vermittlung von 24-Stunden-Betreuung, mobile Dienste
Unternehmensgröße
3 bis 30 Mitarbeiter im Büro
Ausgangslage
Die Klickpreise steigen, die Zahl der Anfragen bleibt gleich oder sinkt
So war die Ausgangslage.
Die Agentur bewarb ihre Vermittlung seit Jahren mit Google Ads in ganz Österreich. Die Klickpreise stiegen, weil viele Agenturen und Vergleichsportale auf dieselben Suchen bieten. Im Bericht der tatsächlichen Suchbegriffe zeigte sich, dass fast ein Drittel des Budgets auf Jobsuchen von Betreuungskräften und auf allgemeine Fragen zum Pflegegeld ging. Die Anzeigen liefen rund um die Uhr, obwohl abends und am Wochenende niemand das Telefon abhob.
Das haben wir gemacht.
Das Budget blieb bewusst bei 2.430 Euro im Monat, weil höhere Gebote den Klickpreis nur weiter getrieben hätten. Zuerst haben wir die Ausgaben ohne Aussicht auf eine Anfrage gestoppt, erst danach die Messung umgebaut.
- 1
Job- und Infosuchen ausschließen
Suchen wie „24 stunden betreuung job“, „24 stunden betreuerin werden“ oder „pflegegeld beantragen“ kamen über weit ausgelegte Keywords (weitgehend passend) wie „24 stunden betreuung“ ins Konto und sind jetzt ausgeschlossen. „24 stunden betreuung förderung“ haben wir bewusst nicht ausgeschlossen, weil Familien mit dieser Frage meist schon konkret planen.
- 2
Anrufe an Bürozeiten koppeln
Die Telefonnummer erscheint in den Anzeigen nur noch, wenn das Büro Anrufe annimmt, außerhalb davon führen die Anzeigen auf ein Rückrufformular. Ein Anruf, den niemand annimmt, kostet den Klick und schickt die Familie meist zur nächsten Agentur.
- 3
Nur echte Anfragen zählen
Als Anfrage zählt nur ein Anruf ab 60 Sekunden oder ein abgeschicktes Formular, und Suchen nach dem Agenturnamen laufen in einer eigenen Kampagne, damit günstige Markenklicks die echten Kosten nicht verdecken. Auf diese Anfragen laufen die Gebote; welche zu einem Erstgespräch führten, meldet die Agentur zurück, und daran beurteilen wir Suchbegriffe und Anzeigen.
Das ist dabei herausgekommen.
Kosten pro Betreuungsanfrage, vorher 128 €
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversions Anruf ab 60 Sekunden und Rückrufformular; Vorher-Werte aus dem Anrufbericht mit derselben Mindestdauer nachgerechnet
Anteil des Budgets für Suchen ohne Betreuungsbedarf, vorher 31 %
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Suchbegriffsbericht, Kosten der Job- und Infosuchen geteilt durch Gesamtkosten
Der Wettbewerb hat sich nicht entspannt: Der durchschnittliche Klickpreis stieg im selben Zeitraum weiter von 3,24 auf 3,51 Euro. Trotzdem kostete eine Betreuungsanfrage im ersten Halbjahr 2026 nur 76 Euro, im Halbjahr davor 128 Euro, bei gleichem Budget von 2.430 Euro im Monat. Der Budgetanteil für Jobsuchen und Pflegegeld-Fragen sank von 31 auf 7 Prozent, das kam direkt aus den Ausschlüssen. Dass mehr Klicks zu einer Anfrage führten, setzte mit Ausschlüssen und Bürozeiten gleichzeitig ein; welche Änderung mehr bewirkt hat, lässt sich nicht trennen. Wie viele Anfragen zu einer Vermittlung wurden, zeigt das Konto nicht; die Agentur meldet bisher nur Erstgespräche zurück.
Das lässt sich mitnehmen.
Steigende Klickpreise lassen sich verkraften. Budget für Suchen ohne Bedarf und für Anrufe, die niemand annimmt, dagegen nicht.
Was das für Ihre Branche heißt.
In der 24-Stunden-Betreuung suchen vor allem Angehörige, oft unter Zeitdruck: „24 stunden betreuung kosten“, „pflegerin für zuhause“ oder „24 stunden betreuung förderung“. Auf dieselben Suchen bieten viele Agenturen und Vergleichsportale, die Klickpreise sind entsprechend hoch. Gleichzeitig suchen Betreuungskräfte mit sehr ähnlichen Begriffen nach Arbeit, etwa „24 stunden betreuerin werden“.
Ein Spitalsaufenthalt oder ein Sturz löst den Bedarf oft plötzlich aus, und die Entscheidung fällt innerhalb weniger Tage. Gesucht wird oft abends und am Wochenende, wenn Familien Zeit haben, sich abzusprechen. Wer zu diesen Zeiten nicht erreichbar ist, zahlt für Klicks, die bei der nächsten Agentur landen.
In Konten von Vermittlungsagenturen sehen wir oft keine Ausschlüsse für Jobsuchen von Betreuungskräften, obwohl sie einen großen Teil des Budgets kosten können. Ebenso häufig laufen Anzeigen mit Telefonnummer rund um die Uhr, und die Messung zählt jeden Klick auf die Nummer als Anfrage. Gebotsstrategien, die auf möglichst viele Klicks zielen, kaufen dann bevorzugt günstige, aber unpassende Suchen ein.
Warum werden Google Ads für 24-Stunden-Betreuung immer teurer?
Google Ads für 24-Stunden-Betreuung werden teurer, weil viele Agenturen und Vergleichsportale auf dieselben Suchen von Angehörigen bieten und der Klickpreis in einer Auktion entsteht. Den Wettbewerb kann eine einzelne Agentur nicht ändern, ihren eigenen Klickpreis über die Qualität von Anzeige und Zielseite aber etwas drücken. Mehr bewirkt meist, wie viel Budget in passende Suchen fließt und wie viele Klicks zu einer Anfrage werden.
Wie senkt man die Kosten pro Anfrage bei Google Ads?
Die Kosten pro Anfrage sinken vor allem durch Ausschlüsse: Budget, das nicht mehr in Suchen ohne Bedarf fließt, landet bei Familien, die tatsächlich anfragen. Dazu gehören ein wöchentlicher Blick in den Suchbegriffsbericht, Anrufzeiten passend zur Erreichbarkeit und eine Messung, die nur Anrufe ab einer Mindestdauer und abgeschickte Formulare zählt. Höhere Gebote helfen dagegen selten.
Welche Suchbegriffe sollte eine 24-Stunden-Betreuungsagentur ausschließen?
Eine Agentur für 24-Stunden-Betreuung sollte vor allem Jobsuchen von Betreuungskräften ausschließen, etwa „24 stunden betreuung job“ oder „24 stunden betreuerin werden“. Reine Informationssuchen wie „pflegegeld beantragen“ gehören meist auch dazu. Suchen nach der Förderung, die in Österreich das Sozialministeriumservice gewährt, sollten dagegen bleiben, weil Familien damit schon konkret planen.


