Wie ein Einrichtungshaus aus Wels die Google-Ads-Agentur wechselt, ohne Daten zu verlieren.
Ein Einrichtungshaus aus Wels bekam von seiner Agentur jeden Monat Klickzahlen, aber keine einzige Angabe zu Anfragen oder Besuchen im Schauraum. Beim Wechsel ging es erst um das Eigentum am Konto, danach um eine Messung, die Anrufe, Routenplanungen und Formularanfragen getrennt zählt. Ab dem vierten Monat kamen im Schnitt 94 solche Kontakte pro Monat aus Google Ads, in den ersten drei Monaten 65.
Möbel- und Einrichtungshandel, 20 bis 50 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand Juli 2026
Anrufe, Routenplanungen und Formularanfragen aus Google Ads pro Monat, Schnitt April bis Juni 2026, in den ersten drei Monaten 65
Stand Juli 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversions nach Conversion-Aktion, verknüpft mit dem Google Unternehmensprofil; einen Vorher-Wert gibt es nicht, weil das alte Konto nur Aufrufe der Kontaktseite zählte
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Handel mit Geschäft oder Schauraum, z. B. Möbel, Küchen, Fahrräder, Elektrogeräte
Unternehmensgröße
10 bis 100 Mitarbeiter
Ausgangslage
Eine Agentur betreut Google Ads, berichtet aber nur Klicks und Impressionen statt Anfragen
So war die Ausgangslage.
Das Konto lief seit Jahren über eine Agentur, die es angelegt hatte und über die es auch abgerechnet wurde. Die monatlichen Berichte zeigten Klicks, Impressionen und Klickrate, aber keine Anfragen und keine Besuche im Schauraum. Das Einrichtungshaus hatte keinen eigenen Zugang zum Konto und wusste nicht, welche Kampagnen mit welchem Budget liefen. Als Conversion zählte nur der Aufruf der Kontaktseite.
Das haben wir gemacht.
Optimiert haben wir erst, als klar war, wem das Konto gehört und was es misst. Das alte Konto blieb bestehen und ging auf das Einrichtungshaus über, damit der Verlauf aus Jahren erhalten bleibt.
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Eigentum und Zugänge klären
Das Einrichtungshaus hat jetzt eigenen Administratorzugang und ein eigenes Zahlungsprofil; der Zugriff der früheren Agentur endete nach der Übergabe. Dasselbe gilt für Google Analytics, Tag Manager, Unternehmensprofil und Merchant Center.
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Prüfen, bevor etwas geändert wird
Im Audit haben wir Kampagnenstruktur, Suchbegriffe, Ausschlüsse und Standortausrichtung durchgesehen, bevor wir etwas verändert haben. Ein großer Teil der Klicks kam über weitgehend passende Keywords von Suchen nach dem Namen einer großen Möbelkette.
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Kontakte mit unterschiedlichem Wert
Anrufe ab einer Mindestdauer, Klicks auf die Routenplanung und abgeschickte Formulare sind eigene Conversion-Aktionen mit unterschiedlichem Wert: Ein Formular zählt am meisten, eine Routenplanung am wenigsten. Ladenbesuche weist Google für ein einzelnes Geschäft in der Regel nicht aus, also fragt das Verkaufsteam im Schauraum nach, wie Kunden auf das Haus aufmerksam wurden.
Das ist dabei herausgekommen.
Anrufe, Routenplanungen und Formularanfragen aus Google Ads pro Monat, in den ersten drei Monaten 65
Stand Juli 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversion-Aktionen Anruf, Routenplanung und Formular; Vergleich Monate 1 bis 3 mit Monaten 4 bis 6 nach dem Neuaufbau
Kosten pro Kontakt, in den ersten drei Monaten 41 €
Stand Juli 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten geteilt durch Anrufe, Routenplanungen und Formularanfragen
Mit dem alten Konto lässt sich nicht vergleichen: Es zählte nur Aufrufe der Kontaktseite. Bei gleichem Budget von 2.680 Euro im Monat sank der Preis je Kontakt aus Google Ads von 41 auf 29 Euro. Dass die Kontakte von 65 auf 94 im Monat stiegen, ist zum Teil die normale Anlaufzeit eines neu aufgebauten Kontos. Der Jänner-Abverkauf im ersten Quartal wirkt eher gegen diesen Anstieg. Routenplanungen machen einen großen Teil der Kontakte aus, und nicht jede endet im Schauraum. Ohne sie kostete ein Anruf oder Formular zuletzt 54 Euro, anfangs 74.
Das lässt sich mitnehmen.
Fast die Hälfte der gemessenen Kontakte waren Routenplanungen, ein Teil des Geschäfts, der in keinem Klickbericht auftaucht. Zählt das Konto sie gleich viel wie eine Anfrage, lenkt es Budget zu den billigsten Kontakten.
Was das für Ihre Branche heißt.
Im Einrichtungshandel recherchieren Kunden online und kaufen oft im Geschäft. Typische Suchen sind „boxspringbett ausstellung“, „küchenstudio in der nähe“ oder „möbelhaus wels öffnungszeiten“. Viele davon enden mit einem Anruf oder einer Routenplanung statt mit einem Formular und tauchen in einem reinen Klickbericht nie als Ergebnis auf.
Im Jänner bringt der Abverkauf kurze Spitzen; Küchen und ganze Wohnräume werden dagegen oft über Monate recherchiert. Ein Bericht, der nur Klicks pro Monat zeigt, kann diese Phasen nicht mit Kontakten oder Besuchen im Schauraum verbinden.
Der teuerste Fehler ist ein Konto, das der Agentur gehört und nicht dem Händler: Beim Wechsel droht dann ein Neustart ohne Verlauf. Ebenso oft fehlen Conversions im Bericht, oder sie zählen Seitenaufrufe, keine Kontakte. Filialbesuche gehören erst in die Steuerung, wenn Google sie für das Konto ausweist, was bei einem einzelnen Haus selten der Fall ist.
Woran erkennt man, ob ein Google-Ads-Konto gut geführt wird?
Ein gut geführtes Google-Ads-Konto erkennt man am Bericht: Er zeigt echte Ergebnisse wie Anrufe, Anfragen oder Verkäufe, nicht nur Klicks und Impressionen. Die Kampagnen sind nach Angeboten getrennt, der Suchbegriffsbericht wird regelmäßig bereinigt, und die Berichte erklären, wofür das Budget ausgegeben wurde. Fehlen Conversions im Bericht, lässt sich die Qualität eines Kontos nicht beurteilen.
Was muss man beim Wechsel der Google-Ads-Agentur beachten?
Beim Wechsel der Google-Ads-Agentur kommt zuerst das Eigentum: Das Unternehmen braucht selbst Administratorzugang zum Konto, ebenso zu Analytics, Tag Manager und Unternehmensprofil. Läuft die Abrechnung über die Agentur, braucht das Konto vor der Übergabe ein eigenes Zahlungsprofil, für österreichische Unternehmen mit UID-Nummer, weil Google Ireland ohne österreichische Umsatzsteuer abrechnet und die Steuerschuld auf das Unternehmen übergeht. Danach folgt ein Audit, bevor etwas verändert wird; so bleiben Daten und Verlauf des Kontos erhalten.
Wie misst man Ladenbesuche aus Google Ads?
Ladenbesuche aus Google Ads weist Google nur für Konten mit vielen Filialbesuchen aus, für ein einzelnes Geschäft in der Regel gar nicht. Belastbarer sind für die meisten Händler Anrufe, Routenplanungen und Formularanfragen als eigene Conversions mit unterschiedlichem Wert. Ergänzend hilft es, im Geschäft nachzufragen, wie Kunden auf das Haus aufmerksam wurden.

