Wie ein Anlagenbauer aus Oberösterreich Google Ads für B2B nutzt, ohne Studenten anzuziehen.
Über Google Ads kamen bei einem Anlagenbauer aus Oberösterreich vor allem Anfragen von Studierenden, Bastlern und Jobsuchenden, kaum von Einkäufern und Technikern aus Unternehmen. Seit der Umstellung setzt das Konto auf die Fachbegriffe der Einkäufer, und das Formular fragt nach Firma und Projektzeitraum. Bei gleichem Budget bekommt der Vertrieb jetzt 9 qualifizierte Anfragen im Monat, vorher waren es 5.
Maschinen- und Anlagenbau, 50 bis 200 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand September 2026
Vom Vertrieb qualifizierte B2B-Anfragen aus Google Ads pro Monat, vorher 5
Stand September 2026, Quelle: CRM des Unternehmens, Qualifizierung durch den Vertrieb; vorher nachträglich aus den Vertriebsnotizen im CRM ausgezählt
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Industrie und B2B-Technik mit erklärungsbedürftigen Produkten, z. B. Maschinenbau, Anlagenbau, Komponentenhersteller
Unternehmensgröße
20 bis 500 Mitarbeiter
Ausgangslage
Google Ads bringt Anfragen, aber kaum von Unternehmen mit echtem Bedarf
So war die Ausgangslage.
Das Unternehmen verkauft Anlagen, die lange geplant und im Team entschieden werden. Das Google-Ads-Konto setzte auf allgemeine, weitgehend passende Keywords wie „förderband“, darüber kamen auch Suchen nach Funktionsweise, Abschlussarbeiten und Gebrauchtgeräten ins Konto. Das Kontaktformular fragte nur Name und E-Mail ab, und Google zählte jede Anfrage als Erfolg und suchte nach mehr davon. Welche Anfragen brauchbar waren, stand nur in den Notizen des Vertriebs im CRM.
Das haben wir gemacht.
Mehr Budget stand nicht zur Debatte, also mussten die Streuverluste weg, bevor neue Begriffe dazukamen. Angesetzt haben wir an beiden Enden: bei den Suchen, die Anzeigen auslösen, und bei der Rückmeldung, welche Anfragen der Vertrieb wirklich will.
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Fachbegriffe statt Allgemeinbegriffe
Beworben werden jetzt Fachbegriffe, die Techniker und Einkäufer verwenden, etwa Bauart, Normen und Einsatzbereich. Allgemeine Begriffe wie „anlage kaufen“ laufen nur noch dort, wo der Suchbegriffsbericht zeigt, dass Firmenkunden sie nutzen.
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Streuverluste ausschließen
Begriffe wie „funktionsweise“, „bachelorarbeit“, „jobs“ oder „selber bauen“ sind als auszuschließende Keywords hinterlegt. Der Ausschluss von „gebraucht“ war anfangs zu breit, weil er auch Anfragen zur Inzahlungnahme alter Anlagen traf; nach dem ersten Monat haben wir ihn auf genaue Wortgruppen eingeschränkt.
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Anzeigen und Formular für Firmen
Die Anzeigen machen klar, dass es um Anlagen für Unternehmen geht, und nennen Einsatzbereiche, Projektabwicklung und Beratung im Werk. Das Formular, angepasst von der IT des Unternehmens, fragt Firma, Funktion, Branche und Projektzeitraum ab und hält damit Privatpersonen ab.
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Leadqualität zurückmelden
Der Vertrieb markiert im CRM, welche Anfragen qualifiziert sind, und diese Markierung fließt zurück ins Konto (Import von Offline-Conversions). Für eine Gebotsstrategie allein auf qualifizierte Anfragen sind 9 im Monat zu wenige, also laufen die Gebote auf alle Formularanfragen, und qualifizierte zählen mit höherem Wert.
Das ist dabei herausgekommen.
Vom Vertrieb qualifizierte B2B-Anfragen aus Google Ads pro Monat, vorher 5
Stand September 2026, Quelle: CRM des Unternehmens, Qualifizierung durch den Vertrieb; vorher nachträglich aus den Vertriebsnotizen im CRM ausgezählt
Kosten pro qualifizierter Anfrage, vorher 876 €
Stand September 2026, Quelle: Google-Ads-Konto und CRM, Kosten geteilt durch vom Vertrieb qualifizierte Anfragen
Bei unverändert 4.380 Euro Budget im Monat kostete eine qualifizierte Anfrage von März bis August 2026 nur noch 487 Euro, im Halbjahr davor 876 Euro. Das ist bemerkenswert, weil ein Klick auf Fachbegriffe deutlich mehr kostet als auf allgemeine Begriffe. Unpassende Anfragen gingen von 27 auf 4 im Monat zurück, seit die Ausschlüsse greifen. Aus den qualifizierten Anfragen sind erste Angebote entstanden, Aufträge stehen bei Entscheidungszyklen von vielen Monaten aber noch aus.
Das lässt sich mitnehmen.
Im B2B-Geschäft lernt Google aus jeder Anfrage, die als Erfolg zählt. Solange eine Anfrage für eine Bachelorarbeit gleich viel zählt wie eine Projektanfrage, bringt mehr Budget vor allem mehr vom Falschen.
Was das für Ihre Branche heißt.
In der Industrie suchen Fachleute anders als Privatpersonen. Einkäufer und Techniker verwenden Bauarten, Normen und Einsatzbereiche, etwa „edelstahl förderband lebensmittel“ oder „sondermaschinenbau österreich“. Allgemeine Begriffe wie „förderband“ oder „roboter“ werden dagegen auch von Studierenden, Hobbybastlern und Jobsuchenden verwendet.
Wenn im Herbst die Investitionsbudgets für das Folgejahr entstehen, beginnt in vielen Unternehmen eine Recherche, die über Monate und mehrere Personen läuft. Eine einzelne Anfrage kann deshalb viel wert sein, auch wenn sie selten kommt.
In Industrie-Konten sehen wir oft allgemeine Begriffe ohne Ausschlüsse und Formulare ohne Firmenfelder. Mit AI Max spielt Google Anzeigen auch für Suchbegriffe aus, die nicht als Keyword im Konto stehen; wer es nutzt, muss den Suchbegriffsbericht im B2B-Konto regelmäßig prüfen. Ohne Rückmeldung zur Leadqualität zählt jede Anfrage gleich.
Funktioniert Google Ads für B2B in der Industrie?
Ja, Google Ads funktioniert für B2B in der Industrie, sobald das Konto auf die Fachbegriffe von Einkäufern und Technikern setzt und allgemeine Begriffe ausschließt. Eine qualifizierte Anfrage kostet im Anlagenbau dann meist 300 bis 900 Euro, bei sechsstelligen Auftragswerten ein vertretbarer Betrag. Wichtig ist, dass der Vertrieb zurückmeldet, welche Anfragen brauchbar waren.
Wie verhindert man Anfragen von Privatpersonen über Google Ads?
Ein B2B-Konto hält Privatpersonen am besten mit ausgeschlossenen Suchbegriffen wie „bachelorarbeit“, „jobs“ oder „selber bauen“ fern und mit Anzeigen, die klar Unternehmen ansprechen. Im Formular filtert ein Pflichtfeld für Firma oder UID-Nummer zusätzlich, in Österreich beginnt diese mit ATU. Wer AI Max nutzt, sollte den Suchbegriffsbericht wöchentlich prüfen, weil Anzeigen dort auch ohne passendes Keyword erscheinen.
Wie meldet man Leadqualität aus dem CRM an Google Ads zurück?
Für die Rückmeldung der Leadqualität markiert der Vertrieb qualifizierte Anfragen im CRM, und Google Ads übernimmt diese Markierung über die Google-Klick-ID oder über erweiterte Conversions für Leads. Viele CRM-Systeme haben dafür eine direkte Anbindung, sonst geht es per Datei-Upload. Bei weniger als etwa 15 qualifizierten Anfragen im Monat sollten die Gebote weiter auf alle Anfragen laufen, mit höherem Wert für die qualifizierten.


