Wie ein Zulieferer aus Kärnten als Lieferant in KI-Chats Sichtbarkeit gewinnt.
Ein Zulieferer für Präzisionsteile aus Kärnten fehlte in KI-Chats, wenn Einkäufer nach Herstellern in Österreich für bestimmte Werkstoffe und Fertigungsverfahren fragten. Zuerst bekam jedes Fertigungsverfahren eine eigene Seite mit Werkstoffen, Toleranzen und Zertifizierungen, danach haben wir B2B-Plattformen und Verzeichnisse auf denselben Stand gebracht. Nach acht Monaten nannten die KI-Dienste den Zulieferer in 35 Prozent der Testantworten, zu Beginn in 6 Prozent.
Metallverarbeitung, Präzisionsteile und Lohnfertigung, 50 bis 150 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand August 2026
Anteil der Testantworten auf Einkäuferfragen, in denen das Unternehmen genannt wird, zu Beginn 6 %
Stand August 2026, Quelle: Eigene Prüfung: 26 Testfragen monatlich, je dreimal in ChatGPT, Gemini und Google KI-Modus gestellt, jeweils in einem neuen Chat ohne Anmeldung, Standort Wien; gezählt wird der Anteil der Antworten, die das Unternehmen nennen; Schnitt der ersten und der letzten drei Monate
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Zulieferer und Lohnfertiger in der Industrie, z. B. Metallverarbeitung, Kunststofftechnik, Elektronikfertigung
Unternehmensgröße
20 bis 300 Mitarbeiter
Ausgangslage
Bei Stammkunden bekannt, in KI-Chats und bei neuen Einkäufern kaum präsent
So war die Ausgangslage.
Das Unternehmen fertigt Präzisionsteile für mehrere Industriebranchen und gewann neue Kunden bisher vor allem über Messen und Empfehlungen. Die Website beschrieb die Firma allgemein, Angaben zu Werkstoffen, Toleranzen, Zertifizierungen und Liefergebiet waren verstreut oder fehlten. Fragte man ChatGPT oder Gemini nach Herstellern solcher Teile in Österreich, wurden Mitbewerber genannt, das Unternehmen nicht.
Das haben wir gemacht.
Fachbeiträge und Messeauftritte gab es schon, wir haben trotzdem bei der eigenen Website angefangen: Plattformen und Verzeichnisse übernehmen Angaben oft von dort und hätten sonst nur alte Fehler weitergetragen. Die 26 Testfragen haben wir vor dem ersten Eingriff festgelegt und stellen sie seither jeden Monat gleich.
- 1
Fähigkeitsseiten mit Fakten
Für jedes Fertigungsverfahren hat die Webagentur des Unternehmens nach unseren Texten eine eigene Seite angelegt, mit Werkstoffen, erreichbaren Toleranzen, Losgrößen, Zertifizierungen und Liefergebiet gleich im ersten Absatz. Strukturierte Daten, die Freigabe für KI-Crawler und die Anmeldung in den Bing Webmaster Tools haben wir dabei mitgeprüft.
- 2
Wer liefert was und Europages
Auf B2B-Plattformen wie Wer liefert was und Europages, die in den Testantworten häufig als Quelle auftauchten, stehen jetzt dieselben Verfahren, Werkstoffe und Zertifizierungen wie auf der Website. In einem Eintrag war noch eine vor Jahren aufgegebene Oberflächenbehandlung gelistet, und genau die nannten die ersten KI-Antworten.
- 3
Verzeichnisse, Verbände, Fachmedien
Die Einträge bei WKO Firmen A-Z, in Messekatalogen und bei Verbänden nennen jetzt dieselben Angaben wie die Website. Ergänzend erschienen Fachbeiträge in Branchenmedien zu konkreten Fertigungsthemen des Unternehmens.
Das ist dabei herausgekommen.
Anteil der Testantworten auf Einkäuferfragen, in denen das Unternehmen genannt wird, zu Beginn 6 %
Stand August 2026, Quelle: Eigene Prüfung: 26 Testfragen monatlich, je dreimal in ChatGPT, Gemini und Google KI-Modus gestellt, jeweils in einem neuen Chat ohne Anmeldung, Standort Wien; gezählt wird der Anteil der Antworten, die das Unternehmen nennen; Schnitt der ersten und der letzten drei Monate
Website-Anfragen mit Herkunft KI-Chat pro Quartal, im ersten Quartal 2
Stand August 2026, Quelle: Google Analytics, Formularanfragen mit Verweisen von chatgpt.com und gemini.google.com; Besuche aus dem Google KI-Modus sind darin nicht erkennbar
Neue Kunden über KI-Chats sind bisher selten: Website-Anfragen mit Herkunft KI-Chat stiegen von 2 im ersten auf 3 im letzten Quartal. Auf eine offene Frage im Erstgespräch nannten aber 6 neue Interessenten einen KI-Chat als Ausgangspunkt, die meisten hatten direkt angerufen. Der Anteil der Testantworten mit Nennung begann erst im vierten Projektmonat zu steigen, als auch die Plattformeinträge korrigiert waren, und liegt jetzt bei 35 Prozent. Weil KI-Antworten auf dieselbe Frage schwanken, vergleichen wir Dreimonatsschnitte; dass die gleichlautenden Plattformangaben mitgeholfen haben, vermuten wir nur. Besuche aus dem Google KI-Modus zählt Google Analytics als Google-Suche, die Website-Zahl ist also eher zu niedrig. Ob aus den Interessenten Serienaufträge werden, zeigt sich wegen langer Freigaben beim Kunden erst in einigen Monaten.
Das lässt sich mitnehmen.
Einkäufer fragen KI-Chats nach Fähigkeiten, nicht nach Firmennamen. Toleranzen, Werkstoffe und Zertifizierungen gehören darum als Text auf die Website und gleichlautend auf jede Plattform, die Einkäufer nutzen.
Was das für Ihre Branche heißt.
Einkäufer suchen Lieferanten über Fähigkeiten. Typisch sind Suchen und Fragen wie „cnc drehteile lohnfertigung österreich“, „hersteller blechteile edelstahl iatf 16949“ oder „zulieferer kunststoffspritzguss kleinserie“. Gefragt wird nach Verfahren, Werkstoff, Zertifizierung und Region, der Firmenname spielt erst später eine Rolle.
Nach einem Lieferengpass oder bei einer Ausschreibung muss die Suche nach einem neuen Lieferanten oft schnell gehen. Wer in diesem Moment nicht in der Antwort des KI-Chats steht, kommt häufig gar nicht erst auf die Liste der angefragten Firmen.
Prüfen Sie, ob Ihre Einträge auf Wer liefert was, Europages und in Messekatalogen dieselben Leistungen nennen wie Ihre Website: Oft stehen dort noch Verfahren, die längst aufgegeben sind. Auf der Website selbst fehlen meist technische Daten, und Zertifikate liegen nur als PDF-Download vor.
Wie wird ein Lieferant in ChatGPT als Hersteller genannt?
Für eine Nennung in ChatGPT muss klar und gleichlautend im Netz stehen, was ein Lieferant fertigt: Verfahren, Werkstoffe, Toleranzen, Zertifizierungen und Liefergebiet. Diese Angaben gehören als Text auf eigene Leistungsseiten der Website und auf B2B-Plattformen wie Wer liefert was oder Europages. Erzwingen lässt sich eine Nennung nicht, mit festen Testfragen aber jeden Monat überprüfen.
Welche Angaben brauchen Einkäufer auf der Website eines Zulieferers?
Einkäufer brauchen auf der Website eines Zulieferers konkrete Fakten: Fertigungsverfahren, Werkstoffe, Toleranzen, Losgrößen, Zertifizierungen, belieferte Branchen und Liefergebiet. Diese Angaben gehören auf eigene Leistungsseiten, mit der direkten Antwort im ersten Absatz. Allgemeine Aussagen über Qualität und Erfahrung helfen weder Einkäufern noch KI-Chats beim Vergleich.
Wie lange dauert es, bis ChatGPT einen Zulieferer nennt?
Bis ChatGPT und andere KI-Chats einen Zulieferer spürbar öfter nennen, dauert es meist drei bis sechs Monate. Plattformen, Verzeichnisse wie WKO Firmen A-Z und Messekataloge übernehmen Korrekturen oft erst nach Wochen, und KI-Dienste finden sie danach. Wer misst, sollte Schnitte über drei Monate vergleichen, weil Antworten auf dieselbe Frage stark schwanken.

