Wie ein Installateur aus Wien über Google Ads und eine Karriereseite neue Mitarbeiter findet.
Ein Installationsbetrieb aus Wien suchte seit Monaten ausgebildete Installateure, über Jobportale meldeten sich aber fast nur Quereinsteiger. Wir haben Anzeigen auf Jobsuchen in Google geschaltet und die Bewerbung auf ein Handyformular ohne Lebenslauf verkürzt. Im ersten Halbjahr mit Google bewarben sich im Schnitt 5 ausgebildete Installateure pro Monat, vorher 2.
Installateur, Sanitär, Heizung und Lüftung, 20 bis 40 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand September 2025
Bewerbungen ausgebildeter Installateure pro Monat, alle Kanäle, vorher 2
Stand September 2025, Quelle: Bewerbungseingang des Betriebs, alle Kanäle, abgeglichen mit dem Google-Ads-Konto
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Handwerk und Bau mit Personalbedarf, z. B. Installateur, Elektriker, Spengler
Unternehmensgröße
10 bis 50 Mitarbeiter
Ausgangslage
Offene Stellen bleiben seit Monaten unbesetzt, Jobportale bringen kaum passende Bewerbungen
So war die Ausgangslage.
Der Betrieb hatte mehrere offene Stellen für ausgebildete Installateure und schaltete seit Monaten Inserate auf Jobportalen. Darauf meldeten sich kaum Fachkräfte, eher Quereinsteiger ohne Ausbildung oder Bewerber von weit außerhalb. Auf der Website stand nur ein kurzer Hinweis, dass Verstärkung gesucht wird, mit einer E-Mail-Adresse. Wer sich bewerben wollte, musste einen Lebenslauf schicken, und das machen viele Monteure vom Handy aus nicht.
Das haben wir gemacht.
Die Jobportale haben wir nicht gestrichen, sondern Google danebengestellt, weil wechselwillige Monteure eher kurz googeln als Portale durchsehen. Den meisten Aufwand steckten wir in den Weg nach dem Klick, denn dort gingen bisher die meisten Interessenten verloren.
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Anzeigen auf Jobsuchen schalten
Eine eigene Kampagne erreicht Suchen wie „installateur job wien“ oder „haustechniker stellenangebote“, beschränkt auf Wien und die Pendlerbezirke im Süden und Westen. Lehrstellen, Ausbildungen und Heimwerkerfragen sind ausgeschlossen, weil sie nicht zu den offenen Stellen passen.
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Eigene Karriereseite pro Stelle
Die Webagentur des Betriebs hat für jede Stelle eine Seite mit Gehalt, Arbeitszeiten, Einsatzgebiet, Firmenfahrzeug und Fotos aus dem Team gebaut, die Texte kamen von uns. Beim Gehalt nennt der Betrieb bewusst den tatsächlichen Betrag und nicht nur das kollektivvertragliche Minimum, auch wenn Mitbewerber die Zahl so ebenfalls sehen.
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Kurzbewerbung ohne Lebenslauf
Das Formular fragt nur Name, Telefonnummer, Ausbildung und frühestmöglichen Eintritt ab und funktioniert am Handy. Den Lebenslauf kann man später nachreichen, der erste Kontakt ist ein Rückruf.
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Gespräche zurückmelden
Jede Kurzbewerbung wird in Google Ads gezählt, und auf sie laufen die Gebote. Wer zum Vorstellungsgespräch kam, meldet der Betrieb zurück (Import von Offline-Conversions); für die Gebote sind das zu wenige Fälle, sie zeigen uns aber, welche Suchbegriffe Fachkräfte bringen.
Das ist dabei herausgekommen.
Bewerbungen ausgebildeter Installateure pro Monat, alle Kanäle, vorher 2
Stand September 2025, Quelle: Bewerbungseingang des Betriebs nach Ausbildung, alle Kanäle, abgeglichen mit der Conversion-Aktion Kurzbewerbung im Google-Ads-Konto
Kosten pro Vorstellungsgespräch über Google Ads, Jobportale vorher 268 €
Stand September 2025, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten der Recruiting-Kampagne geteilt durch zurückgemeldete Vorstellungsgespräche; Vergleich: Inseratkosten im Halbjahr davor geteilt durch Gespräche aus Jobportalen laut Bewerbungseingang
Von Jänner bis Juni 2025 bewarben sich im Schnitt 5 ausgebildete Installateure pro Monat, im Halbjahr davor 2. Zwei der offenen Stellen sind inzwischen mit Bewerbern über Google besetzt. Der Zuwachs kam vollständig über Google, wofür der Betrieb neben den Inseraten 690 Euro im Monat ausgab; die Jobportale brachten so viele Fachkräfte wie vorher. Ein Vorstellungsgespräch kostete über Google 188 Euro, über die Jobportale im Halbjahr davor 268 Euro. Die meisten Kurzbewerbungen über Google kamen allerdings von Quereinsteigern; weil kein Lebenslauf nötig war, ließen sie sich mit einem kurzen Rückruf aussortieren.
Das lässt sich mitnehmen.
Wer Fachkräfte sucht, muss dort auftauchen, wo sie selbst nach Stellen schauen, und bei Monteuren ist das oft eine kurze Google-Suche am Handy. Jedes zusätzliche Pflichtfeld im Bewerbungsformular kostet Bewerbungen.
Was das für Ihre Branche heißt.
Fachkräfte im Handwerk suchen Stellen meist mit Beruf und Ort: „installateur job wien“, „haustechniker stellenangebote“ oder „sanitärinstallateur stellen“. Viele dieser Suchen kommen abends oder am Wochenende und fast immer vom Handy. Wer dann auf einer Startseite ohne Stellenangebot landet, ist schnell wieder weg.
Im Herbst und rund um den Jahreswechsel denken viele über einen Wechsel nach. In der Heizsaison, wenn Störungen den Kalender füllen, bleibt Monteuren kaum Zeit für eine Bewerbung. Recruiting-Kampagnen sollten durchgehend laufen und in ruhigeren Monaten mehr Budget bekommen.
Eine Bewerbung, die nur per E-Mail mit Lebenslauf möglich ist, verliert die meisten Monteure, weil sie vom Handy aus suchen. Oft fehlt im Inserat auch das konkrete Gehalt, obwohl in Österreich das kollektivvertragliche Mindestentgelt im Stelleninserat stehen muss, und Rückmeldungen kommen erst nach Wochen. Social Media erreicht zusätzlich Monteure, die gerade nicht suchen; wer aktiv sucht, landet aber bei Google.
Wie finde ich als Installateur neue Mitarbeiter?
Neue Mitarbeiter findet ein Installateur oft über Google, weil wechselwillige Fachkräfte dort kurz mit Beruf und Ort suchen, etwa „installateur job wien“. Dafür braucht es Anzeigen auf diese Jobsuchen, eine eigene Karriereseite pro Stelle mit Gehalt, Arbeitszeiten und Einsatzgebiet und eine kurze Bewerbung ohne Lebenslauf. Das Gehalt gehört ohnehin ins Inserat, denn in Österreich muss jedes Stelleninserat das kollektivvertragliche Mindestentgelt nennen.
Kann man über Google Ads Mitarbeiter finden?
Ja, mit Google Ads lassen sich Anzeigen gezielt auf Jobsuchen wie „installateur job“ oder „haustechniker stellenangebote“ in einer bestimmten Region schalten. Die Anzeige sollte auf eine eigene Seite für die Stelle führen, nicht auf die Startseite. Aussagekräftig ist, wie viele Bewerbungen zu einem Vorstellungsgespräch führen, nicht die Zahl der Klicks.
Warum kommen über Jobportale keine Bewerbungen von Fachkräften?
Jobportale bringen wenige Bewerbungen von Fachkräften, weil gut ausgebildete Handwerker selten aktiv auf Portalen suchen und dort viele Inserate gleich aussehen. Wer an einen Wechsel denkt, sucht eher kurz bei Google nach Stellen in der Nähe. Ein Betrieb sollte auch dort sichtbar sein und die Bewerbung so einfach machen, dass sie vom Handy aus in wenigen Minuten erledigt ist.

