Wie ein B2B-Hersteller aus Salzburg mit internationaler SEO im DACH-Raum Kunden findet.
Seit Jahren lieferte ein B2B-Hersteller aus Salzburg nach Deutschland und in die Schweiz, doch dort fand ihn bei Google kaum jemand. Wir haben eigene Länderverzeichnisse mit den dort üblichen Begriffen vorgegeben, umgesetzt hat sie die Webagentur des Unternehmens. Von Jänner bis Juni 2025 kamen 318 organische Klicks pro Monat aus beiden Ländern, vorher 152.
Industrie und B2B-Technik, Komponentenhersteller, 50 bis 250 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand August 2025
Organische Klicks aus Deutschland und der Schweiz pro Monat, vorher 152
Stand August 2025, Quelle: Google Search Console, Leistung nach Land; vorher für die ganze Website nach Land gefiltert, nachher je Länderverzeichnis
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Industrie und B2B-Technik mit Exportgeschäft, z. B. Maschinenbau, Komponentenhersteller, technische Dienstleister
Unternehmensgröße
20 bis 500 Mitarbeiter
Ausgangslage
In Österreich gut gefunden, in Deutschland und der Schweiz kaum sichtbar
So war die Ausgangslage.
Das Unternehmen liefert seit Jahren auch nach Deutschland und in die Schweiz, neue Kunden dort kamen aber fast nur über Messen und Vertriebspartner. Die Website hatte eine einzige deutsche Version mit österreichischen Begriffen, einer .at-Domain und Kontaktdaten nur in Österreich. In der Search Console gab es kaum Klicks aus Deutschland und der Schweiz, und niemand hatte die Länder getrennt ausgewertet.
Das haben wir gemacht.
Die .at-Domain blieb, weil Kunden und Partner sie seit Jahren kennen; Deutschland und die Schweiz bekamen eigene Verzeichnisse auf dieser Domain, statt die österreichische Seite nur breiter auszuspielen. Die Länderkampagnen liefen von Anfang an mit, damit Anfragen nicht erst auf die organische Sichtbarkeit warten müssen.
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Länderverzeichnisse mit hreflang
Die Website hat jetzt Verzeichnisse für Österreich, Deutschland und die Schweiz, die mit einer Angabe im Code (hreflang) als de-AT, de-DE und de-CH aufeinander verweisen, dazu eine Standardversion für alle übrigen Länder (x-default). Jedes Verzeichnis ist in der Search Console eigens angelegt, sodass wir pro Land sehen, ob Google die richtige Version zeigt.
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Begriffe je Land anpassen
Wir haben die Suchbegriffe je Land geprüft und die Texte angepasst, etwa „offerte“ in der Schweiz und unterschiedliche Fachbegriffe in Normen und Ausschreibungen. Die Schweizer Version kommt ohne ß aus und nennt Lieferbedingungen und Verzollung für die Schweiz.
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Länderkampagnen als Ergänzung
Für Deutschland und die Schweiz laufen eigene Google-Ads-Kampagnen mit zusammen 1.450 Euro im Monat, die Anfragen bringen, solange die organische Sichtbarkeit noch wächst. Die ersten Schweizer Anzeigen liefen noch mit ß, weil die Texte aus der deutschen Kampagne übernommen waren.
Das ist dabei herausgekommen.
Organische Klicks aus Deutschland und der Schweiz pro Monat, vorher 152
Stand August 2025, Quelle: Google Search Console, Leistung nach Land; vorher für die ganze Website nach Land gefiltert, nachher je Länderverzeichnis
Anfragen aus Deutschland und der Schweiz pro Monat, alle Kanäle, vorher 4
Stand August 2025, Quelle: Anfrageformular mit Länderangabe und Google-Ads-Konto, Conversions der Länderkampagnen; vorher nachträglich aus den Formularmails nach Firmensitz ausgezählt
Aus Deutschland und der Schweiz kommen jetzt 11 Anfragen im Monat, vorher 4, davon 4 über die Länderkampagnen. Organisch kamen doppelt so viele wie vorher, der Rest über Partner und direkte Kontakte. Die organischen Klicks stiegen ab dem zweiten Monat nach dem Start, sobald Google die Länderversionen den richtigen Ländern zuordnete. In Deutschland stiegen sie langsamer als in der Schweiz; die .at-Domain bremst dort vermutlich mit, ebenso der stärkere Wettbewerb. Wie viele Aufträge aus den Anfragen werden, zeigt sich bei den üblichen Angebotsphasen erst nach Monaten.
Das lässt sich mitnehmen.
Gleiche Sprache heißt nicht gleicher Markt. In der Schweiz fragen Einkäufer nach einer Offerte, und eine Seite voller ß wirkt dort wie die eines ausländischen Anbieters.
Was das für Ihre Branche heißt.
Im DACH-Raum suchen Einkäufer dieselben Produkte mit unterschiedlichen Wörtern. In der Schweiz wird eine „offerte“ angefragt, in Deutschland und Österreich ein „angebot“, und eine öffentliche Ausschreibung heißt in der Schweiz oft „submission“. Geschrieben wird dort ohne ß, also „strasse“ und nicht „straße“.
Vor großen Fachmessen und zu Beginn der Budgetjahre wird in jedem Land zu anderen Zeiten gesucht, weil Feiertage, Ferien und Messetermine nicht zusammenfallen. Der deutsche Markt ist größer, der Wettbewerb um dieselben Begriffe ist dort meist stärker, und neue Länderversionen brauchen Zeit, bis sie organisch gefunden werden.
Der teuerste Fehler sind automatische Weiterleitungen nach IP-Adresse: Google sieht dann nur eine Version und zeigt sie in allen Ländern. Häufig verweisen hreflang-Angaben außerdem nicht gegenseitig aufeinander, und Kontaktseiten nennen keinen Ansprechpartner im Zielland.
Wie funktioniert internationale SEO für ein B2B-Unternehmen im DACH-Raum?
Internationale SEO für ein B2B-Unternehmen im DACH-Raum funktioniert mit eigenen Länderversionen für Österreich, Deutschland und die Schweiz, die per hreflang verknüpft sind. Jede Version verwendet die Begriffe und Schreibweisen des Landes und nennt Ansprechpartner und Lieferbedingungen vor Ort. Bis die neuen Versionen organisch gefunden werden, vergehen meist drei bis sechs Monate, Länderkampagnen in Google Ads überbrücken diese Zeit.
Braucht man für Deutschland und die Schweiz eigene Länderversionen der Website?
Ja, wer in Deutschland und der Schweiz gezielt Kunden gewinnen will, braucht eigene Länderversionen der Website. Die Märkte unterscheiden sich schon in einzelnen Wörtern: In Österreich heißt der erste Monat Jänner, in Deutschland Januar, und in der Schweiz wird ohne ß geschrieben. Verzeichnisse auf einer Domain sind meist einfacher zu pflegen als drei Domains, eine .at-Domain bindet die Website aber stärker an Österreich.
Was ist hreflang und wann braucht man es?
Hreflang ist eine Angabe im Code einer Website, die Google sagt, welche Sprach- und Länderversion einer Seite für welches Land gedacht ist, etwa de-AT, de-DE und de-CH. Man braucht hreflang, sobald es mehrere Versionen derselben Seite für unterschiedliche Länder gibt, dazu eine Standardversion für alle übrigen Länder (x-default). Alle Versionen müssen gegenseitig aufeinander verweisen, und bis Google sie den richtigen Ländern zuordnet, vergehen in der Regel vier bis acht Wochen.


