Sichtbarkeit in KI-Chats

Wie eine Lebensmittelmarke aus der Steiermark trotz markenloser Rezepte in KI-Antworten kommt.

Bei Rezeptfragen nannten ChatGPT und der KI-Modus von Google nie die Marke eines Backzutatenherstellers aus der Steiermark, nicht einmal bei der Wahl des Mehls. Den Unterschied machten Produktseiten, die gleich am Anfang beantworten, wofür sich eine Zutat eignet, dazu Rezepte, die nicht mehr nur als Bild online stehen. Bei Fragen zur Wahl der Zutat nennen die KI-Dienste die Marke inzwischen in 26 Prozent der Antworten, vorher nie.

Lebensmittelhersteller, Backzutaten, 50 bis 250 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand Juli 2026

26 %

Anteil der Antworten auf Testfragen zur Wahl der Zutat, die die Marke nennen, in den ersten drei Monaten 0 %

Stand Juli 2026, Quelle: Eigene Prüfung: 24 Testfragen zur Wahl der Zutat monatlich, je dreimal in ChatGPT, Gemini und Google KI-Modus gestellt, jeweils in einem neuen Chat ohne Anmeldung, Standort Wien; gezählt wird der Anteil der Antworten, die die Marke nennen; Schnitt der ersten und der letzten drei Monate

Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.

  • Branche

    Markenhersteller von Lebensmitteln, die in der Küche verwendet werden, z. B. Backzutaten, Milchprodukte, Öle, Gewürze

  • Unternehmensgröße

    20 bis 500 Mitarbeiter

  • Ausgangslage

    Die Marke hat viele Rezepte auf der Website, wird in KI-Antworten zu Rezepten aber nicht genannt

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Das haben wir gemacht.

Allgemeine Rezeptfragen haben wir nicht zum Ziel gemacht, weil KI-Dienste dort selten Marken nennen, egal wie gut die Rezepte sind. Gemessen werden beide Gruppen trotzdem getrennt, mit 60 festen Testfragen, die wir jeden Monat in ChatGPT, Gemini und dem Google KI-Modus stellen.

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    Rezepte lesbar machen

    Die Webagentur des Herstellers hat alle Rezepte als Text mit Zutatenliste, Mengen und Arbeitsschritten auf die Seiten gestellt und mit Rezeptangaben im Code ausgezeichnet (strukturierte Daten für Rezepte). Bilder und PDFs ergänzen nur noch; die Freigabe für KI-Crawler in der robots.txt und die Anmeldung in den Bing Webmaster Tools haben wir dabei mitgeprüft.

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    Antworten zur Wahl der Zutat

    Jedes Produkt hat eine Seite, die am Anfang beantwortet, wofür es sich eignet und worin es sich unterscheidet, mit Fragen als Zwischenüberschriften und den österreichischen Bezeichnungen wie glattes oder griffiges Mehl. Werbesprache haben wir durch überprüfbare Angaben ersetzt, etwa zur Herkunft des Getreides oder zur Eignung für bestimmte Teige.

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    Rezeptportale und Händlerseiten

    Gekennzeichnete Kooperationen mit Rezeptportalen und Foodblogs und korrekte Produktangaben auf den Rezeptseiten der Handelsketten ergänzen die eigene Website. Die erste Nennung der Marke kam nicht über die eigene Website, sondern über die Rezeptseite einer Handelskette, auf der das Produkt in der Zutatenliste stand.

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Das lässt sich mitnehmen.

In Rezeptantworten zählt die Zutat, nicht die Marke. Genannt wird eine Marke dort, wo sie eine Frage beantwortet, die ohne sie offen bliebe.

Was das für Ihre Branche heißt.

Rezeptfragen an KI-Chats sind meist allgemein: „rezept für topfenstrudel“, „germteig geht nicht auf“ oder „kekse ohne ei backen“. KI-Dienste antworten darauf mit Zutatenlisten ohne Marken, weil Marken für diese Fragen keine Rolle spielen. Anders ist es bei Fragen nach der passenden Zutat, etwa „welches mehl für pizza“ oder „glattes oder griffiges mehl für germteig“, bei denen eine Marke mit klaren Produktangaben genannt werden kann.

Ab Fasching und vor Ostern beginnt die Backsaison, im Sommer folgen Grillen und Marmelade, ab Oktober die Weihnachtsbäckerei. Rezepte und Produktseiten sollten Wochen vor der Saison online und aktuell sein, damit Suchmaschinen und KI-Dienste sie rechtzeitig erfassen.

Rezepte, die nur als Bild oder PDF online stehen, kann kein KI-Dienst zuverlässig lesen, und ohne Rezeptangaben im Code fehlt ihnen die Struktur. Ebenso oft sehen wir Produktseiten voller Werbesprache und Rezepte, in denen der Markenname so oft vorkommt, dass sie wie Werbung wirken.

Wie kommt eine Lebensmittelmarke in Rezeptantworten von ChatGPT?

Eine Lebensmittelmarke kommt in Rezeptantworten von ChatGPT vor allem bei Fragen nach der passenden Zutat vor, kaum bei allgemeinen Rezeptfragen. Dafür braucht es Produktseiten, die am Anfang klar sagen, wofür sich das Produkt eignet, Rezepte als lesbaren Text mit strukturierten Daten und korrekte Angaben auf Rezeptportalen und Händlerseiten. Sicher ist eine Nennung damit nicht, aber erst dann überhaupt möglich.

Warum nennen KI-Chats bei Rezepten fast nie eine Marke?

KI-Chats nennen bei Rezepten fast nie eine Marke, weil für die meisten Rezepte jedes Produkt der passenden Sorte funktioniert. Hilfreich ist eine Marke nur, wo die Eigenschaften der Zutat das Ergebnis bestimmen, etwa bei Mehlsorten, laktosefreien oder glutenfreien Produkten. Für Österreich zählen dabei die hier üblichen Bezeichnungen, etwa glattes oder griffiges Mehl der Type 480, die in deutschen Rezepten ungefähr Type 405 heißt.

Helfen strukturierte Daten für Rezepte bei der Sichtbarkeit in KI-Chats?

Ja, strukturierte Daten für Rezepte helfen, weil sie Zutaten, Mengen und Arbeitsschritte für Suchmaschinen und KI-Dienste eindeutig lesbar machen. Allein bringen sie keine Nennung, sie sind neben Rezepten als Text und offenen Zugängen für KI-Crawler aber eine Grundvoraussetzung. Wichtig ist, dass die strukturierten Daten mit dem sichtbaren Rezept übereinstimmen.

Hier geht es mit dem Thema weiter.

Im Erstgespräch klären wir, ob ein Audit für Sie sinnvoll ist.

Wenn Sie mit einer Lebensmittelmarke vor einem ähnlichen Problem stehen, sagen wir Ihnen im Erstgespräch, was wir uns auf Ihrer Website zuerst ansehen würden.

Jan Tewes
Jan TewesDirekt erreichen Sie uns untermarketing@jantewes.com