Wie ein Versicherungsmakler aus Oberösterreich bei Google Ads den Vergleichsportalen ausweicht.
Ein Versicherungsmakler aus Oberösterreich zahlte bei allgemeinen Vergleichssuchen hohe Klickpreise und verlor dort fast immer gegen große Vergleichsportale und Direktversicherer. Wir haben diese Suchen aus dem Konto genommen und das Budget auf Suchen mit Ort oder Spezialbedarf und auf den eigenen Namen gelegt. Mehr Anfragen brachte das kaum, aber eine Beratungsanfrage kostete danach 133 Euro, vorher 231.
Versicherungsmakler, 3 bis 10 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand August 2026
Kosten pro Beratungsanfrage aus Google Ads, vorher 231 €
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten geteilt durch Beratungsanfragen (Formular und Anruf), abgeglichen mit dem Maklerverwaltungsprogramm, ohne Bestandskunden; vorher Anrufe nachträglich aus dem Maklerverwaltungsprogramm gezählt
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Finanzdienstleister mit regionalem Kundenstamm, z. B. Versicherungsmakler, Versicherungsagenturen, Vermögensberater
Unternehmensgröße
1 bis 20 Mitarbeiter
Ausgangslage
Google Ads läuft auf allgemeine Vergleichssuchen, die Klicks sind teuer und Anfragen selten
So war die Ausgangslage.
Der Makler betreut Privat- und Gewerbekunden in seiner Region und schaltete Google Ads vor allem auf allgemeine Suchen wie „versicherung vergleichen“ oder „haushaltsversicherung günstig“. Dort belegen Vergleichsportale und Direktversicherer die oberen Anzeigenplätze mit hohen Geboten, und wer über die Anzeigen kam, suchte einen Sofortrechner und verließ die Website meist gleich wieder. Im Konto zählten nur Formulare, Anrufe aus den Anzeigen standen ohne Kampagnenbezug im Maklerverwaltungsprogramm. Auf den eigenen Namen lief keine Kampagne, und das Google Unternehmensprofil hatte nur wenige Bewertungen.
Das haben wir gemacht.
Gegen die Budgets der Portale haben wir nicht mehr geboten, auch nicht mit kleinerem Anteil. Die generischen Vergleichssuchen flogen ganz aus dem Konto, und das Budget folgt seither nur Suchen, bei denen ein Makler vor Ort im Vorteil ist, selbst wenn es davon in der Region wenige gibt.
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Vergleichssuchen ausschließen
Suchen wie „versicherung vergleich“ oder „günstigste kfz versicherung“ sind ausgeschlossen, Suchen nach Versicherernamen und Schadenshotlines über Marken- und Keyword-Ausschlüsse ebenso. Im Suchbegriffsbericht kontrollieren wir laufend, ob Keywords, die Google weit auslegt, solche Suchen wieder einspielen.
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Lokale und spezifische Suchen
Neue Kampagnen zielen auf Suchen mit Ort oder Spezialbedarf, etwa „versicherungsmakler linz“, „betriebshaftpflicht handwerker“ oder „versicherung landwirtschaft oberösterreich“. Das Einzugsgebiet ist auf die Bezirke beschränkt, in denen der Makler Kunden persönlich betreut.
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Markenkampagne und Bewertungen
Eine eigene Kampagne auf den Namen des Büros verhindert, dass Mitbewerber bei Empfehlungssuchen davor stehen; im ersten Monat zog sie vor allem Bestandskunden an, die einen Schaden melden wollten, und deren Anrufe zählen seither nicht als Anfrage. Nach jedem abgeschlossenen Schadenfall bittet das Büro den Kunden um eine Bewertung im Google Unternehmensprofil, unabhängig davon, wie der Fall ausging.
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Anrufe und Abschlüsse messen
Weil viele Interessenten lieber anrufen, als ein Formular auszufüllen, zählen Anrufe aus Anzeigen und vom Unternehmensprofil jetzt getrennt (Anruf-Tracking). Die Gebote laufen auf Formulare und Anrufe; abgeschlossene Beratungen meldet das Büro zurück, damit wir sehen, welche Suchbegriffe zu Verträgen führen, für eine automatische Steuerung sind es zu wenige.
Das ist dabei herausgekommen.
Kosten pro Beratungsanfrage aus Google Ads, vorher 231 €
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten geteilt durch abgeglichene Beratungsanfragen ohne Bestandskunden, Schnitt Jänner bis Juni 2026 gegen Juli bis Dezember 2025; vorher Anrufe nachträglich aus dem Maklerverwaltungsprogramm gezählt
Beratungsanfragen aus Google Ads pro Monat, vorher 7
Stand August 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Formulare und Anrufe aus Anzeigen, abgeglichen mit dem Maklerverwaltungsprogramm, ohne Bestandskunden; vorher Anrufe nachträglich aus dem Maklerverwaltungsprogramm gezählt
Seit Jänner 2026 kostet eine Beratungsanfrage aus Google Ads im Schnitt 133 Euro, im Halbjahr davor 231 Euro. Günstiger wurde jede Anfrage, weil kein Geld mehr in Vergleichssuchen fließt; das Monatsbudget sank dabei von 1.640 auf 1.090 Euro. Mehr gab der Markt nicht her: In den betreuten Bezirken gibt es wenige passende Suchen, die Anfragen stiegen nur von 7 auf 8 im Monat. Dafür kommen sie von Menschen mit Beratungsbedarf, nicht mehr von Preisvergleichern; wie viele davon zu Verträgen werden, zeigt erst ein ganzes Jahr.
Das lässt sich mitnehmen.
Weniger Budget kann die richtige Antwort sein: Gibt es in der Region nur wenige passende Suchen, kauft zusätzliches Geld vor allem Klicks von Preisvergleichern.
Was das für Ihre Branche heißt.
Bei Versicherungen teilen sich die Suchen in zwei Gruppen. Preisgetriebene Suchen wie „kfz versicherung vergleich“ oder „haushaltsversicherung günstig“ beherrschen Vergleichsportale und Direktversicherer mit großen Budgets. Suchen wie „versicherungsmakler wels“, „gewerbeversicherung beratung“ oder „berufsunfähigkeitsversicherung beratung“ zeigen dagegen Beratungsbedarf, und dort hat ein regionaler Makler eine echte Chance.
Beim Autokauf und zur jährlichen Fälligkeit werden Kfz-Versicherungen geprüft, Eigenheimthemen kommen mit dem Hauskauf oder nach Unwetterschäden, Gewerbekunden melden sich bei Gründung oder Erweiterung des Betriebs.
Der teuerste Fehler ist ein Konto, das auf generische Vergleichssuchen bietet und dort gegen die Portale verliert. Oft fehlt auch eine Kampagne auf den eigenen Namen, und das Google Unternehmensprofil hat kaum Bewertungen, obwohl Interessenten sie bei einer Vertrauensleistung genau lesen. KI-Chats stützen sich unter anderem auf Bewertungen und Verzeichnisse wie WKO Firmen A-Z oder Herold, wenn sie einen Makler in der Region nennen.
Lohnt sich Google Ads für einen Versicherungsmakler?
Ja, für einen Versicherungsmakler lohnt sich Google Ads auf Suchen mit Ort oder Spezialbedarf, kaum auf generische Vergleichssuchen wie „kfz versicherung vergleich“. Ein Klick kostet in diesem Bereich in der Regel 4 bis 7 Euro, darum kostet jede Suche, die nicht zum Büro passt, spürbar Geld. Dazu gehören eine Kampagne auf den eigenen Namen, deren Klicks deutlich günstiger sind, und die Messung von Anrufen.
Wie kann ein Versicherungsmakler gegen Vergleichsportale bestehen?
Ein Versicherungsmakler besteht gegen Vergleichsportale dort, wo ein reiner Preisvergleich nicht reicht: bei Gewerbekunden, komplexeren Risiken und Suchen mit Ortsbezug. Bei generischen Suchen gewinnen die Portale über das Budget, ein Makler über Nähe und Beratung. Ein gepflegtes Google Unternehmensprofil mit echten Bewertungen verstärkt diesen Vorteil.
Wie gewinnt ein Versicherungsmakler online Neukunden in seiner Region?
Ein Versicherungsmakler gewinnt in seiner Region online Neukunden vor allem über ein vollständiges Google Unternehmensprofil mit Bewertungen und über Anzeigen auf Suchen mit Ortsbezug. Wichtig sind einheitliche Daten auf der Website, bei WKO Firmen A-Z und Herold, damit Google und KI-Chats das Büro der Region richtig zuordnen. Kunden nach jedem abgeschlossenen Schadenfall um eine Bewertung zu bitten, ist dafür ein einfacher und oft unterschätzter Schritt.

