Wie ein Wahlarzt aus Wien mit Google Ads rechtskonform die ersten Patienten gewinnt.
Ein Orthopäde aus Wien eröffnete eine Wahlarztordination ohne Patientenstamm, und offen war, was er online überhaupt bewerben darf. Entscheidend war, diese Frage vor der ersten Anzeige zu klären: Die Ordination ließ alle Texte rechtlich prüfen, erst danach gingen die Kampagnen online. Aus 8 Terminanfragen über Google Ads im Eröffnungsmonat wurden bis zum sechsten Monat 19.
Ordination, Orthopädie (Wahlarzt), 1 bis 5 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand April 2026
Terminanfragen über Google Ads im sechsten Monat nach der Eröffnung, im ersten Monat 8
Stand April 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversions nach Conversion-Aktion (Anruf, Formular, Online-Terminbuchung)
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Ordinationen und Gesundheitsberufe, z. B. Wahlärzte, Fachärzte, Physiotherapie
Unternehmensgröße
1 bis 10 Mitarbeiter
Ausgangslage
Die Ordination ist neu oder übersiedelt und wird online noch nicht gefunden
So war die Ausgangslage.
Der Arzt eröffnete in Wien eine Wahlarztordination für Orthopädie und startete ohne Patientenstamm. Die Website war neu, das Google Unternehmensprofil unvollständig, Bewertungen gab es keine, und in Arztverzeichnissen fehlte die Ordination ganz. Bei Suchen nach Orthopäden im Bezirk tauchte sie weder in der Google-Suche noch in Google Maps auf. Offen war außerdem, welche Aussagen ein Arzt in Anzeigen überhaupt machen darf.
Das haben wir gemacht.
Die Rechtsfrage kam vor der ersten Anzeige, weil eine Kampagne, die man in der Anlaufphase umbauen muss, genau die Wochen kostet, in denen eine neue Ordination Anfragen braucht. Remarketing haben wir gar nicht erst eingerichtet: Google lässt Werbung nach Gesundheitsinteressen nicht zu.
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Rechtlichen Rahmen zuerst klären
Anzeigen und Website nennen sachlich Leistungen, Lage und den Status als Wahlarztordination, ohne anpreisende oder vergleichende Aussagen und ohne Heilversprechen. Alle Texte und Seiten hat die Ordination vor dem Start rechtlich prüfen lassen.
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Kampagnen nach Leistung und Ort
Die Kampagnen laufen auf Suchen mit Fach, Leistung und Ort wie „orthopäde wahlarzt wien“ oder „orthopäde schulter wien“, Suchen nach Kassenärzten, Jobs und Ausbildung sind ausgeschlossen. AI Max bleibt ausgeschaltet, damit nur geprüfte Formulierungen erscheinen, und Anrufe, Formulare und Online-Buchungen zählen wir getrennt.
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Profil und Arztverzeichnis vervollständigen
Das Team der Ordination hat Fachrichtung, Wahlarzt-Status, Öffnungszeiten, Barrierefreiheit und Anfahrt gleichlautend im Google Unternehmensprofil, auf der Website und bei DocFinder eingetragen, dort mit Online-Terminbuchung. Für eine neue Ordination sind diese Einträge oft der erste Ort, an dem Patienten sie überhaupt finden.
Das ist dabei herausgekommen.
Terminanfragen über Google Ads im sechsten Monat nach der Eröffnung, im ersten Monat 8
Stand April 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversion-Aktionen Anruf, Formular und Online-Terminbuchung
Kosten pro Terminanfrage im sechsten Monat, im ersten Monat 89 €
Stand April 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten des Monats geteilt durch Terminanfragen
Im März, dem sechsten Monat nach der Eröffnung, kamen über Google Ads 19 Terminanfragen, im Oktober 8. Knapp ein Drittel davon kam zuletzt abends oder am Wochenende über die Online-Buchung. Eine Anfrage kostete zuletzt 51 Euro, im ersten Monat 89 Euro. Das Budget stieg nach dem Testmonat von 710 auf 960 Euro im Monat, und ein Teil des Anstiegs ist die normale Anlaufzeit einer neuen Ordination. Hinzu kamen erste Bewertungen und Ausschlüsse, die erst der Suchbegriffsbericht zeigte, etwa „orthopäde alle kassen wien“; was davon mehr bewirkt hat, lässt sich nicht trennen. Ob aus einer Anfrage ein Behandlungstermin wurde, wertet die Ordination nicht nach Herkunft aus.
Das lässt sich mitnehmen.
Klären Sie, was Sie sagen dürfen, bevor die erste Anzeige läuft. Eine Kampagne, die von Anfang an sachlich ist, braucht später keinen Umbau und verliert keine Anlaufwochen.
Was das für Ihre Branche heißt.
Patienten suchen einen Facharzt fast immer mit Fach und Ort, etwa „orthopäde wahlarzt wien“, „orthopäde schulter wien“ oder „orthopäde termin kurzfristig“. Viele wissen dabei nicht, ob eine Ordination einen Kassenvertrag hat und dass sie beim Wahlarzt einen Teil der Kosten von der Krankenkasse zurückbekommen. Wer den Wahlarzt-Status in Anzeige und Profil klar nennt, spart Klicks von Menschen, die einen Kassenarzt suchen.
Abends und am Wochenende suchen viele nach einem Termin, wenn in der Ordination niemand abhebt. Eine Online-Terminbuchung oder ein kurzes Formular fängt diese Anfragen auf. Saisonal schwankt die Orthopädie wenig, Sportverletzungen häufen sich aber im Winter und im Frühjahr.
Der teuerste Fehler in der Anlaufphase ist eine Kampagne, die nach einigen Wochen umgebaut werden muss, weil Superlative, Vergleiche oder Erfolgsversprechen darin stehen. Für Ärzte sind solche Aussagen unzulässig, und automatisch angepasste Anzeigentexte von AI Max hat niemand geprüft. Remarketing-Listen fallen bei Gesundheitsthemen ohnehin weg.
Darf ein Arzt in Österreich Google Ads schalten?
Ja, Ärztinnen und Ärzte dürfen in Österreich Google Ads schalten, solange die Anzeigen sachlich informieren. Anpreisende oder vergleichende Aussagen und Heilversprechen sind nach dem Ärztegesetz und den Richtlinien der Ärztekammer unzulässig. Anzeigentexte und Zielseiten sollte die Ordination vor dem Start werberechtlich prüfen lassen.
Wie gewinnt eine neue Wahlarztordination ihre ersten Patienten?
Die ersten Patienten einer neuen Wahlarztordination kommen online meist über Suchen mit Fach und Ort, etwa „orthopäde wahlarzt wien“. Dafür braucht die Ordination ein vollständiges Google Unternehmensprofil und ein Profil in Ärzteverzeichnissen wie DocFinder, mit Wahlarzt-Status, Schwerpunkten und Online-Terminbuchung. Google Ads überbrückt die Anfangszeit, bis die Ordination auch ohne Anzeigen gefunden wird.
Was kostet Google Ads für eine neue Arztordination?
Für eine neue Facharztordination in Wien reichen zum Start meist 700 bis 1.000 Euro Werbebudget im Monat, wenn die Kampagne nur auf Suchen mit Fach und Ort läuft. Zusätzlich schlägt Google auf Anzeigen in Österreich 5 Prozent Digitalsteuer auf. Nach einigen Monaten zeigt sich, was eine Terminanfrage kostet und ob das Budget zur Auslastung passt.

