Wie ein Zahnarzt aus Linz mit Google Ads Implantatpatienten gewinnt, ohne anpreisend zu werben.
Über Google kamen bei einer Zahnarztordination aus Linz vor allem Schmerzpatienten und Anfragen nach Kassenterminen, kaum Interessenten für Implantate. Wir haben Implantate in eine eigene Kampagne gelegt, die auf eine sachliche Seite zu Ablauf und Kostenfaktoren führt. Statt 5 kommen jetzt im Schnitt 13 Anfragen für Implantat-Beratungen pro Monat.
Zahnarztordination, 5 bis 15 Mitarbeiter, Österreich, 4 Minuten Lesezeit, Datenstand März 2026
Anfragen für Implantat-Beratungen pro Monat, vorher 5
Stand März 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversion-Aktion Implantat-Beratung inklusive Anruf-Tracking, abgeglichen mit dem Terminkalender der Ordination; vorher nachträglich aus den Anfragen der alten Kampagne und der Terminart im Kalender ausgezählt
Diese Fragen beantwortet dieser Case.
Dieser Case passt zu Ihnen, wenn das auf Sie zutrifft.
Branche
Zahnarztordinationen mit Selbstzahlerleistungen, z. B. Implantate, Aligner, Prophylaxe
Unternehmensgröße
3 bis 20 Mitarbeiter
Ausgangslage
Google Ads bringt Anfragen, aber kaum für die Selbstzahlerleistungen, die die Ordination ausbauen will
So war die Ausgangslage.
Die Ordination bietet Kassenleistungen und Implantate an und wollte die Implantatbehandlungen ausbauen. Die bestehende Kampagne lief auf allgemeine Suchen wie „zahnarzt linz“ und brachte vor allem Schmerzpatienten und Anfragen nach Kassenterminen. Die Anzeigen führten auf die Startseite, und im Konto zählte jede Anfrage gleich; ob es um eine Implantat-Beratung ging, stand nur im Terminkalender. Unsicher war außerdem, welche Aussagen über Implantate in Anzeigen zulässig sind.
Das haben wir gemacht.
Die allgemeine Kampagne haben wir nicht abgeschaltet, weil Schmerz- und Kassenpatienten für die Ordination wichtig bleiben, sie bekam nur weniger Budget. Die Implantatkampagne startete erst, als die Informationsseite online war, damit kein Klick mehr auf der Startseite endet.
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Eigene Kampagne für Implantate
Implantate laufen jetzt in einer eigenen Kampagne mit eigenem Budget, getrennt von allgemeinen Zahnarzt-Suchen, und Notdienst, Kassenzahnarzt und Jobs sind ausgeschlossen. Im Suchbegriffsbericht der alten Kampagne fanden sich mehr Klicks auf „zahnimplantate ungarn“ als auf Implantatsuchen mit Linz, auch diese Suchen sind jetzt ausgeschlossen.
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Sachliche Anzeigentexte
Die Anzeigen nennen Leistung, Ablauf und Ort, ohne Superlative und ohne Vergleiche mit anderen Ordinationen. Vor dem Start hat die Ordination alle Texte rechtlich prüfen lassen, und AI Max ist nicht eingeschaltet, damit Google keine ungeprüften Formulierungen erzeugt.
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Informationsseite statt Startseite
Die neue Zielseite erklärt Ablauf, Behandlungsdauer, Voraussetzungen und wovon die Kosten abhängen, und bietet einen Beratungstermin an. Sie beantwortet damit die Fragen, mit denen Implantatpatienten über Wochen recherchieren.
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Beratungstermine getrennt messen
Anfragen für Implantat-Beratungen zählen jetzt getrennt von allen anderen, Anrufe von der Implantatseite über eine eigene Nummer (Anruf-Tracking), ohne Gesundheitsdaten an Google zu übermitteln. Werbung an frühere Besucher der Seite gibt es nicht, weil Google Werbung nach Gesundheitsinteressen nicht zulässt.
Das ist dabei herausgekommen.
Anfragen für Implantat-Beratungen pro Monat, vorher 5
Stand März 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Conversion-Aktion Implantat-Beratung inklusive Anruf-Tracking, abgeglichen mit dem Terminkalender; vorher nachträglich aus den Anfragen der alten Kampagne und der Terminart im Kalender ausgezählt
Kosten pro Implantat-Beratungsanfrage, vorher 114 €
Stand März 2026, Quelle: Google-Ads-Konto, Kosten der Implantat-Kampagne geteilt durch Implantat-Beratungsanfragen; vorher Kosten der Implantat-Suchbegriffe laut Suchbegriffsbericht
Die Ordination bekommt jetzt im Schnitt 13 Anfragen für Implantat-Beratungen im Monat, vorher waren es 5. Das Monatsbudget stieg von 1.300 auf 1.600 Euro, auf Implantatsuchen lag davon rund doppelt so viel wie vorher, was einen guten Teil des Zuwachses erklärt. Für Schmerz- und Kassensuchen bleiben noch 19 Prozent des Budgets, vorher gut die Hälfte. Dass eine Anfrage trotz teurerer Klicks nur noch 86 statt 114 Euro kostete, setzte mit der neuen Informationsseite ein. Wie viele Beratungen zu einer Behandlung führen, zeigt sich erst nach Monaten, weil Implantatpatienten oft mehrere Kostenvoranschläge einholen.
Das lässt sich mitnehmen.
Implantatpatienten wollen vor der Beratung wissen, was auf sie zukommt und wovon der Preis abhängt. Eine Seite, die genau das sachlich erklärt, hält die Werberegeln ein und überzeugt trotzdem.
Was das für Ihre Branche heißt.
Bei Zahnärzten stehen zwei Arten von Suchen nebeneinander. „zahnarzt linz“ oder „zahnschmerzen wochenende“ sind dringend und führen meist zu Kassen- oder Schmerzterminen. Suchen wie „zahnimplantat kosten“, „implantat oder brücke“ oder „zahnimplantat linz“ kommen von Menschen, die eine größere Selbstzahlerbehandlung planen, Suchen wie „zahnimplantate ungarn“ von jenen, die vor allem den Preis vergleichen.
Vor einer Implantatbehandlung lesen Patienten oft über Wochen, holen Kostenvoranschläge ein und entscheiden erst nach einem Beratungsgespräch. Eine Kampagne, die nur in Phasen mit freien Terminen läuft, erreicht sie zu spät.
In Zahnarzt-Konten sehen wir oft eine einzige Kampagne für alle Leistungen, deren Budget zum größten Teil bei Schmerzsuchen landet. Ebenso häufig führen Anzeigen auf die Startseite, enthalten Superlative oder nutzen Remarketing-Listen, die bei Gesundheitsthemen nicht erlaubt sind. Anpreisende und vergleichende Werbung ist für Zahnärzte ohnehin unzulässig.
Wie bewirbt ein Zahnarzt Implantate mit Google Ads?
Ein Zahnarzt bewirbt Implantate mit Google Ads am besten über eine eigene Kampagne nur für Implantatsuchen wie „zahnimplantat linz“ oder „zahnimplantat kosten“. Die Anzeigen informieren sachlich über Leistung und Ablauf und führen auf eine Seite, die Fragen zu Behandlung und Kosten beantwortet. Suchen nach Behandlungen im Ausland, etwa „zahnimplantate ungarn“, schließt die Kampagne aus oder bewirbt sie bewusst getrennt.
Was erlauben die Werberichtlinien der Zahnärztekammer bei Online-Anzeigen?
Die Werberichtlinien der Zahnärztekammer erlauben sachliche Information über Leistungen, Ordination und Erreichbarkeit, aber keine anpreisende oder vergleichende Werbung. Für Online-Anzeigen heißt das: keine Superlative, keine Vergleiche mit anderen Ordinationen und keine Versprechen eines Behandlungserfolgs. Anzeigentexte und Zielseiten sollte die Ordination vor dem Start werberechtlich prüfen lassen.
Warum bringen Zahnarzt-Anzeigen vor allem Schmerzpatienten statt Implantatanfragen?
Zahnarzt-Anzeigen bringen vor allem Schmerzpatienten, weil die Kampagne auf allgemeine Suchen wie „zahnarzt linz“ läuft, die häufiger und dringender sind als Suchen nach Implantaten. Abhilfe schafft eine eigene Implantatkampagne mit eigenem Budget, in der Notdienst- und Kassensuchen ausgeschlossen sind. Weil Implantate in Österreich in der Regel keine Kassenleistung sind, sollten Beratungstermine dafür getrennt von allen anderen Anfragen gemessen werden.

